Kommuniqué 10

London, 8. Dezember 2008

 Pastoralbesuch der Gemeinden von Irland

19-25 November 2008

Seine Eminenz Metropolit Johannes (Yazigy) von Mittel- und Westeuropa hat in Begleitung der Archimandriten Athanasius und Damaskinus soeben einen einwöchigen pastoralen Besuch der Gemeinden von Irland beendet.

Am ersten Tag, Mittwoch, dem 19. November 2008,  wurde er, direkt vom Flughafen kommend, vom Römisch-Katholischen Bischof von Down and Connor, Dr. Noel Traynor,  in Belfast herzlich empfangen. Dieser äußerte in seiner Ansprache Folgendes: “Der Besuch Seiner Eminenz Johannes hebt die Orthodoxe Tradition unseres alten Glaubens hervor. Allein seine Gegenwart in Belfast ist an sich schon eine Einladung für alle Christen, das spirituelle Erbgut und die reiche Tradition der Orthodoxen Spiritualität und Theologie zu entdecken.” Bischof Traynor drückte auch seinen tiefempfundenen Wunsch aus, ein Zentrum Orthodoxer Spiritualität sowie ein  Orthodoxes Kloster in Irland zu sehen, die der „Herzschlag“ der Orthodoxen Kirche hier sein würden; hierbei bot er  an, bei der Suche nach einem passenden Anwesen behilflich zu sein.

Am nächsten Tag, nach einer Besichtigung der St.-Patrick- Kathedrale von Armagh und einem Besuch der Öffentlichen Bücherei dieses Ortes traf sich seine Eminenz dort mit dem Primaten der Anglikanischen Kirche, Erzbischof Alan Harper sowie mit Bischof Alan Abernethy von Connor. Es war ein ergreifender Moment, als der Erzbischof Seiner Eminenz sein persönliches Gebetbuch überreichte, das  ihm bei seiner Buchvorstellung 2004 überreicht und das von allen damals anwesenden Bischöfen der Anglikanischen Kirche einschließlich der Erzbischöfe von Canterbury und Armagh unterzeichnet worden war. Dieser Augenblick war ein eindrucksvolles Beispiel brüderlicher Liebe.

Später am selben Tag reichte der Römisch Katholische Prälat, Seine Eminenz Sean Brady, Metropolit Johannes die rechte Hand zum Zeichen der Gemeinschaftlichkeit, und diese beiden großen Leiter und Hirten ihrer Herden führten daraufhin sehr offene und freie Diskusionen über zahlreiche Themen von gemeinsamem Interesse.

Am Freitagvor- und nachmittag hielt Seine Eminenz vor Studenten verschiedener Konfessionen und vor Kirchenhäuptern im Edgehill Methodist College, Belfast, eine Ansprache. Seine einzigartige Weise, sehr komplexe theologische Fragen mit einfachen, aber tiefgreifend spirituellen Geschichten ähnlich denen der Wüstenväter zu beantworten, war eine wahrhaft neue Erfahrung für alle Anwesenden. Darüberhinaus hatte er trotz des sehr vollen Programmes die Gelegenheit, sich mit dem Präsidenten der Methodistischen Kirche, Rev. Alan Ferguson, und mit dem Sekretär, Rev. Donald Ker, zu treffen.

Am Samstagmorgen hatte Seine Eminenz eine Begegnung mit sechs Gläubigen, die sich in verschiedenen Stadien der Vorbereitung auf den Dienst in der Antiochenischen Kirche in Belfast befinden, und ermutigte diese sehr dazu ihren Weg der Verwirklichung ihrer Berufung unbeirrt weiterzugehen.

Am Samstagabend gab es  in der Tat ein Ereignis von unschätzbarem Wert, als Seine Eminenz seine Unterstützung der vierjährigen Vorbereitungen der Infrastruktur der in Belfast angesiedelten Gemeinde, heute mit Missionszweigen in Dublin, Cork, Armagh und Ballydehob, besiegelte. Die Feier der Großen Vesper füllte die vor kurzem übernommene - mit 650 Sitzplätzen ausgestattete - Kirche, in der nicht weniger als 38 Geistliche sich nach dem Gottesdienst für ein Gruppenphoto in den vorderen Teil der Kirche begaben. Konzelebriert hatten Priester der Rumänischen Kirche: Vater Câlin, Vater Godfrey und Vater Raul. Antiochien verehrt die Rumänische Orthodoxe Kirche wegen ihres wahrhaft Pan-Orthodoxen Geistes. Nach dem Vespergottesdienst  war vorgesehen, dass Seine Eminenz die Ikonenausstellung eröffnen sollte. Es war ein unvergesslicher Augenblick, als er den Anglikanischen Bischof von Connor, Rev. Alan Abernethy einlud dabei zu sein, indem er ihrer beider Hände auf die Schere legte, um das zeremonielle Band zu durchschneiden.

Während der Heiligen Bischofsliturgie am folgenden Tag wurde Paul Totten in das Heilige Diakonat geweiht. Dies war somit nicht nur der erste Besuch eines Antiochenischen Hierarchen, sondern auch die erste Ordination. Dankbarkeit und Ehre gebühren Khuria Genevieve und dem Chor, sowie allen Gläubigen, die die Besuchermengen beköstigten.

In Dublin erwartete Seine Eminenz ein sehr warmes Wilkommen in Trinity College, St.-Patrick’s Cathedral und auch in der Indisch Orthodoxen Kirche, wo Vater Koshy und seine Gemeinde ein Festmahl sowohl geistlicher - durch den Chor bereitet - als auch leiblicher Nahrung reichten.

Schließlich traf sich Seine Eminenz mit allen Antiochenischen Gläubigen vom Nahen Osten und mit anderen in Dublin ansässigen Glückwunschüberbringern in der Kapelle der St.-Joseph-Schule, dem Treffpunkt der Dubliner Gemeinde. Wir möchten dem Gastgeber,  Fr. William Stewart von der Römisch Katholischen Kirche,  unseren Dank sagen.

Communications and Press office
communication@antiocheurope.org